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Lokführer werden!
Arbeitslos und kein Spaß dabei? Firma von Viren dahingerafft? Studium
abgebrochen?
Einfach kein Bock mehr auf den alten Job?
Tja, was machen? Vorstandsvorsitzender? Kernphysiker?? Gehirnchirurg???
Warum nicht Lokführer?
Es spricht einiges dafür:
- Es ist ein Mangelberuf und wird es bleiben.
Das Durchschnittsalter der deutschen Lokführer geht stramm auf die 50 zu.
So viele, wie in den nächsten Jahren in Rente gehen, können wir gar nicht
ausbilden.
- Selbst die konservativsten Regierungen werden früher oder später durch das
Chaos auf den Straßen,
gezwungen sein, den Schienenverkehr auszubauen.
- Von den Berufen, die man innerhalb eines Jahres erlernen kann,
ist der des Lokführers für viele der attraktivste.
Der Verdienst liegt im Bereich deutlich längerer Ausbildungen.
Und – glauben Sie mir, ich spreche aus eigener Erfahrung – die Arbeit ist,
allem Nervkram zum Trotze,
deutlich angenehmer und befriedigender, als es eine Tätigkeit in einer
Werkhalle oder einem Großraumbüro je sein könnte.
Die Romantik dieses Berufs ist vielleicht nicht mehr so offensichtlich wie
anno dunnemals – sie ist aber noch da!
- Falls Sie schon mal etwas von „selbstfahrenden Zügen“ gehört haben:
Ja, technisch ist das schon lange machbar.
Es erfordert aber so irrsinnig hohe Investitionen in die Infrastruktur, dass
die eingesparten Lohnkosten in keinem sinnvollen Verhältnis dazu stehen.
Wir reden in 100 Jahren noch mal drüber …
Ein paar Nachteile will ich aber auch nicht verschweigen:
- Schichtarbeit: Immmer schlecht. Häufig auch noch bundesweiter Einsatz.
Naja, man sieht wenigstens was von der Welt.
Belastbar sollte man aber sein. Frau oder Familie sollten es im Idealfall
auch mitmachen.
- Der Bahnbetrieb ist immer noch fast ausschließlich eine Männerwelt.
Frauen! Auf geht‘s! Hier gilt es eine der letzten Männerdomänen zu stürmen!
- Die Ausbildung ist ein Crashkurs!
Es wird viel Stoff in kurze Zeit gestopft und die Belastung ist entsprechend
hoch.
Das ist nicht jedermanns Sache. Gerade Leute, deren Schulzeit schon ein paar
Jahrzehnte zurückliegt,
tun sich anfangs oft schwer, noch einmal intensiv die Schulbank zu drücken.
Da muss man durch!